25.08.2026
Morten Herbstmann und sein Trainerteam wollen mit der SG Coesfeld 06 II frühzeitig in ruhige Fahrwasser
Raus aus dem Fahrstuhl und rein in die Beständigkeit
Das Auf und Ab der vergangenen Jahre hatte in der Vorsaison endlich ein Ende. Aufstieg, Abstieg, Aufstieg und dann? Klassenerhalt! Wir wollen den Fahrstuhl wieder zu Hause lassen“, hat Thomas Schulze Spüntrup überhaupt kein Bock darauf, in alte Muster zu verfallen. In die gleiche Kerbe wie sein spielender Co-Trainer schlägt auch Morten Herbstmann. „Wir wollen Woche für Woche das Maximum herausholen“, bleibt der Cheftrainer mit Blick auf einen anvisierten Tabellenplatz zunächst recht nebulös, wird dann aber doch etwas konkreter: „Unser Credo ist: Wir werden nicht für den drittletzten Tabellenplatz anzutreten. „Ich denke, ganz oben wird der SC Südlohn mitspielen, Fortuna Seppenrade habe ich ebenfalls auf dem Zettel,“ so Morten Herbstmann.

Mit diesem Kader geht die SG Coesfeld 06 Il in die Spielzeit 2026/27: (oben v.l.) Mojtaba Husseni, Julian-Gjok Vitzthum, Tim Schramm, Michel Venker, Theo Hinkenbrandt, Sebastian Stange, Tino Voß, Phil Schicht, (Mitte v.l.) Teammanager Kevin Brambrink, Co-Trainer André Volmer, Louis Gottheil, Jannek Mönnich, Philipp Schürmann, Tobias Sendfeld, Paul Hollstegge, spielender Co-Trainer Thomas Schulze Spüntrup, Trainer Morten Herbstmann, (unten v.l.) Patrick Tumbrink, Florian Weber, Alex Heiming, Niklas Kusznerenko, Jannik Fleige, Arne Wilming, Tobias Kerkeling, Antonius Pöpping, Figo Kajin; es fehlen Paul Reimer, Janne Paul Nührenbörger, Ole Praedelt, Jan Hamburger, Lucas Möllers, Lond Hamajo und Frederic Messing (Foto: Leon Eggemann).
Dieser besagte 14. Tabellenrang würde zwar angesichts zweier Absteiger bereits für den Klassenerhalt reichen – zumal die zurückgezogene Zweite Mannschaft von GW Nottuln schon vor Saisonstart als Schlusslicht feststeht. Aus dem unterem Drittel will sich die Coesfelder Reserve dennoch so gut es geht raushalten und sich als festes Mitglied der Kreisliga A2 etablieren. Stichwort Beständigkeit statt Fahrstuhl. Genau das gelang dem Aufsteiger bereits in der Vorsaison. 38 Punkte und Platz neun konnten sich jedenfalls sehen lassen. „Ein schönes Erfolgserlebnis für eine Zweite Mannschaft“, lässt Herbstmann die vergangenen zwölf Monate Revue passieren.
Allzu sehr will er sich mit der Ausbeute aus 2025/26 vorseinem fünften Jahr an der SG-Seitenlinie allerdings nicht beschäftigen. Der Blick geht einzig und allein nach vorne. „Die Jungs weiterentwickeln und als Mannschaft den nächsten Schritt machen“ , formuliert der Chefcoach die Dinge, die ihm vor Saisonstart besonders am Herzen liegen. Damit das gelingt, hält er eine Sache für unabdingbar: „Einen guten Saisonstart – im Amateurfußball ist es das A und O, wie die ersten fünf Spieltage aussehen.“ Herbstmann weiß, wovon er redet.
In der Abstiegssaison 2023/24 kam seine Mannschaft katastrophal aus dem Startblock – und musste letztlich den Gang in die Kreisliga B2025/26. „Da haben wir aus den ersten drei Spielen schon sieben Punkte gesammelt“, erinnert er sich. Nicht verwunderlich also, dass er auf einen erneuten Top-Start in die neue Spielzeit pocht. Dabei ist das, Anfangsprogramm der Coesfelder Reserve nicht unbedingt von der leichten Sorte. Zunächst geht es am Sonntag zur SG Appelhülsen/Schapdetten, die Herbstmann als „Wundertüte“ deklariert. Danach folgt die Aufgabe zu Hause gegen den FC Oeding, einem weiteren Neuling, ehe erneut früh in der Saison das Duell mit der eigenen Ersten Mannschaft ansteht.
Mit Blick auf dieses straffe Programm trifft es sich gut, dass die Leistungskurve in der Vorbereitung zuletzt nach oben ging. „Die ersten Wochen waren intensiv und ein schöner erster Maßstab“, blickt Herbstmann auf die vielen Partien im COE-Cup und beim Volksbank-Baumberge-Cup in Hohenholte gemeinsam mit der „Ersten“ zurück. Zuletzt ist die Generalprobe beim 5:2-Sieg über Westfalia Gemen II gelungen. „Ein guter Abschluss“, sieht Schulze Spüntrup die Mannschaft gut vor dem Startschuss gerüstet. Wenn es am Wochenende in Appelhülsen wieder um Punkte geht, wollen sie diese Form bestätigen. Es wäre der erste Grundpfeiler für eine weitere Spielzeit, die am Ende nicht im Fahrstuhl endet.
Der Kader 2026/27


