08.07.2026

Jugendfußball: Coesfelder B-Jugend verliert Relegationsspiel in Beckum mit 2:3
SG 06 verpasst den Aufstieg in die Bezirksliga

Das Tor Richtung Bezirksliga hatten sie bereits weit aufgestoßen, am Ende jubelte allerdings der Gegner. Eine Zwei-Tore-Führung brachten die B-Jugendlichen der SG Coesfeld 06 im Relegationsrückspiel gegen die SpVg Beckum Il nicht über die Ziellinie. Stattdessen drehten die Gastgeber das Spiel. Auf die 0:1-Niederlage im Hinspiel tolgte tur die Coesfelder eine 2:3-Pleite im erneuten Aufeinandertreffen – der Traum vom Aufstieg ist damit geplatzt. Sehr bitter. Wir waren in beiden Spielen ebenbürtig“, wie SG-Trainer Dirk Lowak nach Abpfiff resümierte.

Der Doppelpacker: Trotz der beiden Treffer von Julian Sindermann (l.) ging das Relegationsrückspiel der SG Coesfeld 06 zu Gast bei SpVg Beckum II mit 2:3 verloren. (Foto: SG Coesfeld 06)

Dabei war dieser mit dem Auftritt seines Personals zunächst ganz und gar nicht einverstanden. In der Anfangsphase prägten zahlreiche Fehler und Ungenauigkeiten das Coesfelder Spiel. „Wir sind sehr nervös gestartet. Eric hat uns mit mehreren Paraden im Spiel gehalten“, konnte sich Lowak bei Schnapper Kleine Jäger bedanken, dass es zunächst noch beim 0:0 blieb. Und auf der Gegenseite? Da brauchten die Gäste bis Mitte des ersten Durchgangs, ehe sie offensiv ins Rollen kamen.

Letztlich sorgte ein ruhender Ball für Furore beim SG-Anhang, der zahlreich nach Beckum mitgereist ist. Aus 20 Metern setzte Julian Sindermann einen Freistoß rechts unten ins Eck – mit der 1:0-Führung war das Hinspiel-ergebnis egalisiert (21.). Nur wenige Minuten später war die Coesfelder Euphorie endgültig entfacht, als Sinder-mann nach einem langen Abstoß auf 2:0 erhöhte (30.).

Im zweiten Durchgang wendete sich dann das Blatt. „Eigentlich wollten wir uns hinten nicht reindrängen lassen und vorne unsere Konter ausspielen“, erklärte Lowak. Tatsächlich hatte Mats Holtgräve direkt nach Wiederanpfiff das 3:0 auf dem Fuß, er erwischte den Ball allerdings nicht voll. Besser machten es die Gastgeber, die daraufhin auf 1:2 verkürzten (47.). Zwei weitere Gegentreffer innerhalb kürzester Zeit stellten den Spielstand auf den Kopf (55., 60.) – und die SG-Kicker vor eine Mammutaufgabe, die sie letztlich nicht lösen konnten. „Wir haben alles nach vorne geworfen, aber keine Ruhe mehr ins Spiel gekriegt“, räumte Lowak ein.

Trotz des verpassten Aufstiegs zollte er seiner Mannschaft nach Abpfiff seinen Respekt. Die Jungs haben eine überragende Saison gespielt“, betonte er. Ich hoffe, dass sie in zwei, drei Tagen mehr daran denken und nicht an die verlorene Relegation.“

Nichtsdestotrotz wurmten den SG-Coach die Aufstiegsregularien. Ich finde, dass ein Meister aufsteigen muss und es dann gegebenenfalls mehr Absteiger geben sollte“, kritisierte er. So bekommt unsere tolle Saison einen negativen Touch, weil jeder erstmal den letzten negativen Eindruck mitnimmt.“

Quelle: Allgemeine Zeitung Coesfeld, Leon Eggemann