07.08.2026

Neuanfang in Kreisliga A2
Nach verpasstem Aufstieg: SG Coesfeld verzichtet auf Schnellschüsse

Im letzten Jahr hatten sie sich viel vorgenommen. Den ins Auge gefasste Aufstieg in die Bezirksliga hat die SG Coesfeld 06 letztendlich jedoch verpasst. Nun ist die Zielsetzung eine andere. Vor dem Saisonstart hat sich beim Club einiges verändert.

Vor der neuen Saison schlägt die SG Coesfeld 06 andere Töne an. Von offensiven Aufstiegsansagen ist plötzlich nichts mehr zu hören. Stattdessen übt sich der Club in Zurückhaltung und nimmt Dampf vom Kessel. „Solche Ansagen wird es in diesem Jahr nicht von uns geben. Das hat uns nicht gutgetan. Wir setzen einen anderen Fokus und rufen auch keinen Tabellenplatz als Ziel aus“, sagt Trainer Frank Averesch, nachdem seine Mannschaft das ausgegebene Saisonziel in der vergangenen Spielzeit als Tabellendritter der Kreisliga A2 verfehlt hatte.

So startet die SG Coesfeld 06 in die Saison 2026/27: (oben v.l.) Titus Terbeck, Fabian Berks, Dominik Deitert, Jonas Warmes, Amin Chaboo, Simon Lovermann, Lukas Höseler, Julius Störzer, (Mitte v.l.) Frank Averesch, Simon Tenkamp, Julius Kühle, Mayrick Kallus, Fabian Warmes, Luis Bollenberg, Thilo Nieland, Paul Eggemann, Marcel Deelen, (unten v.l.) Joris Wegs, Ismael Abdou, Henrik Mauermann, Jonas Averesch, Paul Stratmann, Justus Eggemann, Nils Funke und Lucas Jacobs. Es fehlen: Eneko Homölle, Hannes Becking und Thomas Horn. Foto: Leon Eggemann

Damit dürften die Coesfelder gut beraten sein. Schließlich befinden sie sich mit zehn Zugängen und neun Abgängen mitten in einem Umbruch. Allein sieben Neulinge stoßen aus der eigenen U 19 zum Team und wollen an den Seniorenfußball herangeführt werden. Die beiden Coaches Averesch und Marcel Deelen haben also allerhand zu tun. „Die Überschrift könnte lauten: Neuanfang bei der SG Coesfeld. Wir wollen die A-Jugendlichen jetzt erst mal integrieren und schauen dann mal“, erklärt Averesch.

Averesch: „Müssen Geduld mitbringen“

Steht dann beim Saisonstart gleich eine reine Nachwuchself auf dem Feld? „Es ist natürlich klar, dass wir nicht mit sieben A-Jugendlichen anfangen werden. Die Jungs müssen Geduld mitbringen. Bei zwei, drei Spielern ist es aber schon möglich, dass sie direkt das Vertrauen kriegen. Unabhängig davon glauben wir, dass jeder einzelne die Qualität sowohl im offensiven als auch im defensiven Bereich mitbringt“, gibt der Übungsleiter zu verstehen.

Die bisherigen Auftritte machten bereits Mut und zeigten, dass sich die SG auf dem richtigen Pfad befindet. So kämpfte sich die verjüngte Truppe beim COE-Cup ohne Niederlage ins Finale vor. Hier wurde sie vor vier Tagen nur von SW Holtwick (0:2) gestoppt.

Ergebnisse ohne Aussagekraft

Dabei hatten die 06er nicht gerade aus dem Vollen geschöpft und mussten ihr Aufgebot auch beim gerade laufenden Volksbank-Baumberge-Cup schon mit Spielern aus der zweiten, dritten und Altherren-Garde ergänzen. Dementsprechend möchte Averesch die 0:4-Packung gegen Ausrichter GS Hohenholte sowie das 3:3 gegen den SC Sprakel nicht zu hoch hängen: „Uns haben einige Leute gefehlt. In Bestbesetzung wäre es nicht 4:0 ausgegangen.“

Kein glasklarer Favorit

„Es kann wieder eine Überraschung geben. Letztes Jahr hat auch keiner geglaubt, dass Darup Meister wird. Südlohn ist als Bezirksliga-Absteiger sicher auch zu nennen. Das gilt auch für Oeding, die oben angreifen wollen. Beide Mannschaften werden wir uns im Vorfeld noch anschauen. Seppenrade und Osterwick können auch eine Rolle spielen. Ich glaube allerdings nicht, dass eine Mannschaft vorne wegmarschiert.“

Los geht es für die Truppe am 23. August (15 Uhr) beim FC Oeding, der von der A1- in die A2-Staffel wechselte. Am darauffolgenden Donnerstag (27. August/19 Uhr) ist Adler Buldern im Kreispokal an der Osterwicker Straße zu Gast. In der Liga folgen danach zwei weitere Heimspiele. Nach dem zweiten Spieltag gegen die SF Dülmen (30. August/15 Uhr) kommt es zum direkten Aufeinandertreffen mit der eigenen Reserve (6. September/15 Uhr). So weit denkt die Mannschaft aber noch nicht und verfolgt nach ihrer Verjüngungskur Schritt für Schritt den eingeschlagenen Weg.

Der Kader 2026/27