23.07.2026

Fußball: Insgesamt 16 Treffer fallen am zweiten Spieltag in der Sparkassen-Gruppe
COE-Cup-Spektakel, die Zweite

Elf Treffer am ersten Spieltag lassen sich schon Spektakel bezeichnen. Diese Torausbeute stellte die Sparkassen-Gruppe des diesjährigen COE-Cups am zweiten Spieltag jedoch nochmals in den Schatten. Insgesamt 16 (!) Buden bekamen die Zuschauer auf beiden Plätzen im Scholz-Fußballpark zu sehen. So schlug einerseits der SV Gescher die SG Coesfeld 06 II mit 5:1, während gegenüber besonders die Offensive von DJK Coesfeld auf Hochtouren, lief. Der Mit-Gastgeber schlug Westfalia Osterwick mit 7:3.

Mika Bürger (r.) im Vorwärtsgang: Gegen den SV Gescher hatten Florian Weber und SG Coesfeld 06 II letztlich deutlich das Nachsehen und verloren mit 1:5.

Ein Ergebnis, das Carsten Schlamann auf Osterwicker Seite als „Warnschuss“ für seine Mannschaft bezeichnete. Auf der anderen Seite wollte Patrick Koster das Ergebnis zwar nicht überbewerten, dennoch zog er ein positives Fazit nach dem engagierten Auftritt der DJK’ler. „Wir haben aktuell einen Lauf und trainieren auch dementsprechend“, attestierte der Coesfelder Coach seiner Truppe gute Fortschritte in der Vorbereitung. Diese hatte am ersten Spieltag schon den Liga-Konkurrenten SV Gescher mit 4:1 besiegt, mit dem zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel ist das Halbfinale vorzeitig gebucht. „Das war unser Minimalziel“, freut sich Koster über das Weiterkommen.

Zeigt sich seine Truppe ebenso spielfreudig wie gegen die Osterwicker, dann dürfte der Titelverteidiger im Kampf um den Pokal erneut ein Wörtchen mitreden. Klar, wir sind in der Vorbereitung zwei Wochen weiter, wir waren aber auch brutal effektiv“, sah der DJK-Trainer, dass es nach 65 Minuten verdienterweise bereits 7:0 für seine Mannschaft stand. In die Torschützenliste trugen sich der überragende Marius Borgert (6., 13., 60.), Carlo Plesker (37.), Jeremy-Steve Schüer (39.) und Max Meßing (65.) ein. Hinzu kam ein Eigentor von Westfalia-Schnapper Niklas Jansen (18.). Auf Osterwicker Seite verkürzten noch Mika und Simon Rotthäuser (85., 88.) und Niklas Boll per Elfer (90.) auf 7:3.

Ebenfalls einen hohen Sieg konnte der SV Gescher einfahren. Wirklich zufrieden war Marcel Probst trotz des deutlichen 5:1-Erfolges mit den 90 Minuten der Glockenstädter allerdings nicht. Ganz besonders die erste Hälfte hat dem Co-Trainer überhaupt nicht gefallen. „Da haben wir uns viel zu viele Fehler erlaubt.“ So fiel der Führungstreffer für den SV durch Mika Büger (10.) quasi aus dem Nichts. Bis dato machte eher die „Zweite“ der SG 06 das Spiel.

Entsprechend trauerte Morten Herbstmann der Möglichkeit, die Unkonzentriertheiten der Gescheraner zu bestrafen, nach. „Wir hatten unsere Chancen, die man dann auch nutzen muss“, ärgerte sich der SG-Trainer. „Gegen einen solchen Gegner darfst du dann nicht in Rückstand geraten.“ Zwar konnten die Coesfelder nach dem 2:0 durch Henry Becking (31.) noch vor der Pause dank eines Tores von Alex Heiming auf 1:2 verkürzen (34.), in der zweiten Hälfte ging ihnen dann aber allmählich die Luft raus. Mats Lanfer (68., 74.) und Henning Evers (90.+3) waren die Nutznießer und erhöhten auch bessere Abläute, registrierte Probst eine Leistungssteigerung.

Vor dem dritten Spieltag ist damit klar, dass der SV im Duell mit Westfalia Osterwick am Freitag um den zweite Halbfinal-Ticket spielt. Die noch punktlose SG 06 ist dagegen ausgeschieden.

Quelle: Allgemeine Zeitung Coesfeld, Leon Eggemann
Foto: Steffi Hinkenbrandt