05.07.2026

Fußball: Lovermann wechselt zur SG Coesfeld
Zurück zu den Wurzeln

Eigentlich hatte Simon Lovermann mit dem Gedanken gespielt, seine Karriere zu beenden. Doch ein besonderer Moment änderte seine Pläne. Nun kehrt der 31-Jährige zu seinem Jugendverein zurück und will sich bei der SG Coesfeld einbringen.

Eigentlich wollte Simon Lovermann seine Schuhe schon an den Nagel hängen. Der Fokus des Familienvaters ist längst ein anderer. Am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison kam es aber zu einer besonderen Situation. Beim 4:1 gegen den SC Peckeloh erzielte der 31-Jährige für Eintracht Ahaus das 1:0 – sein erstes Westfalenliga-Tor. Das weckte noch einmal die Lust. „Für meine Entscheidung hat es mir nicht gutgetan, im letzten Spiel noch ein Tor zu machen“, sagt Lovermann lachend. „Die Prioritäten haben sich bei mir in Richtung Familie und Heimat verschoben. Eigentlich wollte ich es ruhiger angehen lassen.“

Simon Lovermann wechselt aus der Westfalen- in die A-Liga. Foto: Sascha Keirat

Das heimatliche Gefühl bekommt der Kicker nun in doppelter Hinsicht zu spüren. Neben dem Hausbau in seiner Heimatstadt Coesfeld wird er auch wieder für seinen Jugendverein spielen und wechselt nach sieben Jahren zurück zur SG. „Ich hatte ein Gespräch mit dem Sportlichen Leiter Philipp Jacobs und seinem Bruder Lucas. Wir kennen uns schon seit der Jugend. Da hat es wieder gefunkt“, sagt er.

Enge Verbindung zum Coach
Auch Frank Averesch, der Trainer der Coesfelder, ist Lovermann hinlänglich bekannt. Der Coach hatte ihn 2019 schon zum FSV Ochtrup gelotst. „Ich kenne Simon schon lange. Wir freuen uns, dass er wieder zu Hause ist. Als Coesfelder kann er unserer jungen Truppe unter die Arme greifen und seine Erfahrung einbringen“, sagt Averesch über seinen Neuzugang, der in der Zentrale flexibel einsetzbar ist.

Nach seiner Zeit beim A-Ligisten aus Ochtrup machte Lovermann den nächsten Schritt und stellte sein Können für zwei Saisons in der Landesliga bei Eintracht Ahaus unter Beweis. Anschließend begleitete er für ein Jahr Trainer Christoph Klaas als Assistent und heuerte bei Turo Darfeld an.

Schmerzhafte Angelegenheit
Um eine Erfahrung reicher kehrte er eine Spielzeit später schon wieder nach Ahaus zurück und feierte mit der Eintracht den Aufstieg in die Westfalenliga. In der Hinrunde sah Lovermann allerdings unter Schmerzen zu. Ein Bandscheibenvorfall hatte ihn zur Pause gezwungen. Der Coesfelder kämpfte sich jedoch zurück, absolvierte neun Partien und landete mit dem Aufsteiger auf Rang sechs.

Nun backt Lovermann etwas kleinere Brötchen, hat jedoch große Lust, sich wieder bei seinem Heimatverein einzubringen. „Ich bin ein ehrgeiziger Typ und werde versuchen, so oft es geht dabei zu sein. Mittlerweile habe ich schon einiges gesehen und werde den jungen Spielern gerne Hilfestellungen geben“, sagt der Heimkehrer.

Quelle: Allgemeine Zeitung Coesfeld, Luca Adolph
Foto: Sascha Keirat