20.04.2026
20 Jahre SG Coesfeld 06: Karate – von der Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung
Fokus auf Disziplin und Respekt, Stärken des Körpergefühls und ein Sport für Körper und Geist – Beschreibungen die vermutlich auf viele Kampfsportarten zutrifft und ihre absoluten Daseinsberechtigungen haben. Auch der aus Japan stammende Kampfsport Karate reiht sich hier ein, unterscheidet sich dann jedoch im Detail und in der Herangehensweise von anderen Kampfkünsten.

Schon seit 1978 gibt es die Karate-Abteilung der SG 06, damals noch im TuS, in jüngster Zeit steigt die Zahl erwachsener Neu- und Wiedereinsteiger:innen.
Karate – japanisch für „leere Hand“ zeigt bereits, dass hier ohne Einsatz von Waffen gekämpft wird. Die Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung kommt dabei, in der Regel, ohne spektakuläre Würfe, Stöcker oder das Hollywoodreife Zerschlagen von Bretten aus. Außerdem ist diese Sportart ganz auf die Selbstverteidigung ausgelegt und nie zum ersten, aktiven Angriff gedacht. Karatekas lernen wichtige Techniken für Selbstbehauptung und -verteidigung, die ganz nebenbei im Alltag für mehr Sicherheit sorgen können. Die Möglichkeit den Kopf freizubekommen, sich auf den eigenen Körper zu konzentrieren, Disziplin zu erlernen und regelmäßig Sport zu betreiben sind dabei positive Nebeneffekte.
Im Jahr 1978 brachte Dieter Sowinski den Karate-Sport nach Coesfeld und gründete die Abteilung im TuS Coesfeld. In diesen nunmehr 48 Jahren hat sich die Abteilung als fester Bestandteil im Coesfelder Vereinsleben integriert und verzeichnet konstante Mitgliederzahlen. In jüngster Vergangenheit freuen sich die Karatekas besonders über den Zuwachs erwachsener Mitglieder:innen – Neulinge oder Wiedereinsteiger finden den Weg in das Dojo. Hier beweist sich wieder einmal, dass Karate ein Sport für jedes Alter ist und die Karatekas oftmals ein ganzes Leben lang begleitet. Während der Nachwuchs den Fokus auf Wettkämpfe, Gürtelprüfungen und die nächste Herausforderung setzt, verschieben sich die Prioritäten später auf das individuelle Wachstum, den theoretischen und historischen Hintergrund der Kampfkunst sowie die Förderung und Erhaltung der eigenen Fitness.
Dass diese Ansprüche sicher abgedeckt werden können, dafür sorgt das Trainerteam der Coesfelder Karatekas. Insgesamt neun Trainingseinheiten stehen in jeder Woche auf dem Programm. Dabei werden für verschiedene Zielgruppen immer wieder unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, sodass eine ganzheitliche Ausbildung der Kampfsportler möglich ist. Donnerstags, dem einzig trainingsfreien Tag, ist in enger Zusammenarbeit mit der Karate-Abteilung des DJK-VfL Billerbeck die Teilnahme am dortigen Training möglich.
Wer schon länger darüber nachdenkt, eine neue Sportart auszuprobieren oder einen Ausgleich zum Alltag sucht, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Ob Wiedereinsteiger oder interessiert an etwas Neuem – ab dem 20. April 2026 bietet die Abteilung einen Einführungskurs für Jugendliche und Erwachsene ab 15 Jahren. Der Kurs startet mit zwei kostenlosen Probetrainings montags von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr in der SG-Bewegungshalle. Ansprechpartnerin und Trainerin ist Heide Bahrs (0173 930 9688 / karate@sg-coesfeld.de)
Auch Kinder ab 6 Jahren haben die Möglichkeit Karate-Luft zu schnuppern und einzusteigen. Ab Mittwoch, dem 22. April 2026 bietet die Abteilung hierfür ebenfalls zwei kostenlose Trainingseinheiten an, im Anschluss beginnt der 11-wöchige Einführungskurs. Ansprechpartnerin und Trainerin ist Manuela Völker (02541 – 938167 / karate@sg-coesfeld.de)
„In diesem Jahr soll zudem ein Selbstverteidigungskurs angeboten werden“, freut sich Abteilungsleiterin Manuela Völker verkünden zu können und damit ihre Abteilung noch breiter aufzustellen. Sie erhofft sich, dadurch noch mehr Menschen in Coesfeld auf ihrem Weg zu Selbstsicherheit und Selbstbehauptung begleiten und unterstützen zu können – aber natürlich auch darüber, wenn einige von Ihnen den Weg zum Karate finden und damit ihren ganz individuellen Weg der leeren Hand.

Zur Serie:
In diesem Jahr feiert die Sportgemeinschaft Coesfeld ihr 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass beleuchtet die AZ in Zusammenarbeit mit unserem Verein in einer Serie verschiedene Aspekte aus den vergangenen zwei Jahrzehnten, stellt unter anderem die unterschiedlichen Abteilungen vor und die Menschen, die dahinter stecken.

