29.10.2026

Coesfelder im Goldregen: Hartmann staubt erneut drei WM-Titel ab
Tischfußballer siegt in Saarbrücken

Julius Hartmann befindet sich im Goldrausch. Bei den Leonhart World Series in Saarbrücken räumte der 17-jährige Coesfelder erneut groß ab und sicherte sich nach seinem Gold-Hattrick in Polen gleich vier weitere WM-Medaillen.

Da wird der Hals langsam schwer: Julius Hartmann hat bei den Leonhart World Series gleich vier Medaillen gewonnen. Foto: Privat

Wenn Julius Hartmann so weitermacht, muss er bald wohl sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Seine Medaillensammlung wächst gerade im Rekordtempo an. „Ich habe da so ein paar Nägel im Regal, da hänge ich sie auf“, erzählt Hartmann, der demnächst womöglich eine weitere Ablage braucht. Nach seinem Gold-Hattrick bei der U-19-Weltmeisterschaft am Garlando-Tisch in Polen ist ihm dieses Kunststück nun in Saarbrücken erneut geglückt. Auch bei den World Series am Leonhart-Tisch räumte er dreimal Gold ab und kehrte zudem mit einer Bronzemedaille nach Coesfeld zurück.

„Am schwierigsten war eigentlich der Gewinn der Bronzemedaille“, sagt Hartmann, nachdem er sich in der U 19 erneut zum dreifachen Weltmeister gekürt hatte. Denn in der Disziplin Doppel Classic ist das schnelle Durchdrehen der Spielstangen nicht erlaubt. Damit fällt ausgerechnet der Jet, Hartmanns Lieblingsschuss, weg. Mit seinem langjährigen Doppelpartner Emad Alhammoud gelang es ihm trotzdem, sich ins kleine Finale zu spielen. „Wir spielen schon ewig zusammen. Das klappt richtig gut“, sagt der 17-Jährige.

44 Nationen an 143 Tischen
An der Seite des Telgters, mit dem er in diesem Jahr auch schon die Deutsche U-19-Meisterschaft im Doppel gewann, schaffte es der Coesfelder im Doppel zudem aufs oberste Treppchen. Im Finale fertigten die beiden ein Duo aus Ungarn ab. Die Konkurrenz bei den Leonhart World Series war international besetzt: Insgesamt 1270 Tischfußballer aller Altersklassen aus 44 Nationen stellten an 143 Tischen ihr Können unter Beweis. Dabei waren vor allem Präzision und Ballgefühl gefragt, denn das Leonhart-Modell ermöglicht dank seiner ebenen Spielfläche ein besonders kontrolliertes Spiel.

Wie gut er diesen Tisch beherrscht, bewies Hartmann auch im Nations Cup. Dort setzte er sich mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft ebenfalls gegen Ungarn durch und machte damit seinen nächsten Gold-Coup perfekt. Damit aber nicht genug: Auch im Einzel setzte er sich die Krone auf und bezwang im Finale Felix Arndt aus Auerbach.

Die nächste Herausforderung wartet bereits Ende November auf den Coesfelder. Bei der NRW-Meisterschaft am 28. und 29. November in Bonn darf sich Hartmann mit der Herrenkonkurrenz messen.

Quelle: Allgemeine Zeitung Coesfeld, Luca Adolph