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Jugendfußball:„Großer Hype durch die WM“

Jugendfußball:„Großer Hype durch die WM“

geschrieben am 06.09.2014Allgemein, Fussball, Junioren

SL-Interview mit Patrick Steinberg – neuer Teamleiter im Juniorenfußball der SG Coesfeld

Coesfeld. Nach dem Ende der Sommerpause stand das Telefon bei der SG Coesfeld beinahe nicht mehr still. Viele Eltern wollten ihre Kinder in der Fußballabteilung anmelden. Zudem standen Väter mit ihren Söhnen zum Schnuppertraining Schlange. Fast jeder Zweite stolzierte im Deutschlandtrikot auf den grünen Rasen. Im Streiflichter-Interview mit Sebastian El-Saqqa berichtet Patrick Steinberg – der neue Teamleiter im Juniorenfußball der SG 06 – über das rasant steigende Interesse im Jugendfußballbereich und den Zielen die Nachwuchsabteilung samt Trainiergespann noch professioneller aufzuziehen.
Streiflichter: Herr Steinberg, die Anmeldezahlen im Nachwuchsbereich ihrer Fußballabteilung sind nach den Sommerferien ja enorm gestiegen. Wie erklären Sie sich das?
Patrick Steinberg:
Sicherlich greift unser neues Jugendkonzept. Auslöser ist aber auch der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft, die einen großen Hype in ganz Deutschland ausgelöst hat.
Streiflichter: Wie meistern Sie denn den großen Begeisterungsansturm. Gibt es genügend Trainer?
Patrick Steinberg:
Wir haben direkt eine Minikicker-Mannschaft und eine F-Jugend nachgemeldet, um der Nachfrage gerecht werden zu können. Und in Sachen Trainerstab haben wir auch aufgerüstet. Hier sind wir jetzt 60 Trainer, von denen 15 ausgebildet sind, weitere 15 werden im Herbst lizensiert.Streiflichter: Das hört sich vielversprechend an. Ist es eigentlich schwierig motivierte Trainer zu finden und was müssen die ‘mitbringen’?
Patrick Steinberg:
In diesem Jahr mussten wir hinter Trainern nicht hinterherrennen. Wir haben einfach frühzeitig damit begonnen, Leute gezielt darauf anzusprechen. In vielen Fällen sind das engagierte Eltern. Wir haben aktuell 15 Anmeldungen für eine Trainerausbildung. Sofern diese Prüflinge bestehen, hat die Hälfte unserer Jugendtrainer eine Lizenz. Das ist überdurchschnittlich im Kreis Coesfeld.

Streiflichter. Und die Finanzierung?
Patrick Steinberg:
Der Verein übernimmt das komplett. Dafür haben wir 3000 Euro locker gemacht. Für jeden Trainer sind das 180 Stunden, dann haben sie den 1. Schein für den C-Breitenfußball. Der ist bis zur D-Jugend hilfreich.
Streiflichter: Was gehört neben der Ausbildung noch zu den Aufgaben eines Trainers im Jugendbereich und was hat sich in den letzten Jahren verändert?
Patrick Steinberg: Die Anforderungen an einen Trainer sind definitiv höher geworden. Der Trainer der ‘alten Schule’ hat heutzutage keine Chance mehr. Heute stehen Themen wie Teambuilding und Taktikschulung im Vordergrund. Der oder die Vorreiter sind Christoph Klaas, Trainer der A-Jugend und sein Pendant in der B-Jugend Carsten Schlamann. Und mehr als ein Auge wirft auch Hüseyin Atalan auf die A- und B-Jugend. Er hat die sportliche Leitung übernommen und kümmert sich um das Scouting. Hinter ihm steht Mario Popp als weitere SG-Größe.

Streiflichter: Und welche Aufgaben warten auf Sie als neuen Jugendleiter.
Patrick Steinberg:
Ich halte die 25 Juniorenteams zusammen. Zudem organisiere ich die Trainerausbildung im Herbst, die bei uns auf dem Gelände stattfinden wird. Gespannt sind wir auf den 12. September, wenn ein Mobil des DFB für die E- und F-Jugendtrainer zu Besuch ist. So ein Mobil kann eigentlich jeder Club im FLVW einmal pro Jahr in seinen Verein holen und dabei zwischen fünf verschiedenen Modulen wählen. Diesmal werden unseren Trainern wertvolle Tipps für das Training mit den Jüngsten gegeben. Der Schwerpunkt wird auf Dribblings, Passspiel und Torschuss gelegt.

Streiflichter: Jüngst wurden ihre Trainer mit neuen Anzügen ausgestattet. Hat das auch der Verein übernommen?
Patrick Steinberg:
Nein, dass wurde allein mit Sponsoren gestemmt. Die haben gemerkt, dass hier Wind in die Abteilung kommt und haben dafür sehr tief in die Tasche gegriffen.

Streiflichter: Also zeigt das Jugendkonzept erste Erfolge. Wenn Kinder mit ihren Eltern in die Geschäftsstelle kommen und sich nach den Vorzügen der SG erkundigen im Vergleich zu anderen hiesigen Clubs. Was sagen Sie denen?
Patrick Steinberg:
Unsere Sportanlagen sind bestens ausgestattet. Unser großes Plus: Wir haben eine Anlage im Süden und im Norden der Stadt. Das macht uns flexibel bei der Mannschaftseinteilung. Wir haben zudem qualifizierte und gut ausgebildete Trainer, die sich um den Nachwuchs kümmern. Außerdem sind unsere Vereinsfarben grün-weiß-rot doch viel schöner als Blau-Weiß (grinst). Aber in erster Linie glaube ich daran, dass die Neulinge gern im Verein spielen, wo ihre Kumpels sind und da spielt die Rivalität noch keine Rolle.

Zur Person:
Patrick Steinberg ist 28 Jahre jung und ledig. Der gebürtige Coesfelder übt seit Oktober 2012 ein duales Studium bei der SG Coesfeld aus. Das Fußballspielen hat er bei Raspo Coesfeld gelernt. Er spielte unter anderem bei Westfalia Osterwick in der Bezirksliga. Seine Lieblingsposition ist auf der „Sechs“. Er ist Besitzer der so genannten UEFA B-Lizenz, mit der er bis zur Junioren-Westfalenliga coachen kann.

SL-Ausgabe vom 3.9.2014
​Von Sebastian El-Saqqa

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